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Galileo Pro

Galileo-System in der Therapie

Was bei den Astronauten der "Galileo Space" bewirkt ist unter Physiotherapeuten als das "Galileo-System" bekannt. Galileo ist ein patentierter Vibrationstrainer mit Seitenalternierung: Wie bei einer Wippe schwingt die Ebene links und rechts mit hoher Geschwindigkeit nach oben und unten. Das Galileo-Training simuliert so eine Hüftbewegung, wie sie auch beim natürlichen Gehen vorkommt. "Die Schwingungen erzeugen im rhythmischen Wechsel zwischen linker und rechter Körperseite reflektorisch physiologische Bewegungsmuster. Diese Reflexe wiederum führen zu schnellen und präzisen Muskelbewegungen, die unabhängig vom Willen des Trainierenden ablaufen.", schreibt der Hersteller dazu.

Galileo-Training wird als Bewegungstherapie vor allem bei älteren Menschen eingesetzt. Die Vibration führt dazu, dass Reflexe ausgelöst werden, die wichtig sind fürs Stehen und Gehen. Die schnellen Wippbewegungen reizen Nerven und Muskeln und verbessern deren Leistungsfähigkeit bei bestimmten Bewegungsabläufen. Ziel der Therapie ist die Sturzprophylaxe. Die Rüttelmaschine hilft auch gegen den Knochenschwund, die so genannte Osteoporose. Wer sich regelmäßig von Galileo durchrütteln lässt, trainiert auch gezielt die Muskulatur im Beckenboden. Das belegen unter anderem Studien an der Universität zu Göttingen.

Das Galileo-Training wird dann von den Krankenkassen bezahlt, wenn Patienten mit Osteoporose oder Blasenschwäche eine Überweisung vom Facharzt erhalten. Das Trainingsgerät gehört dabei zu einer Gesamtbehandlung.